21. Gesundheits- und Krankenpflegeball ABGESAGT

Wer im Taschenkalender der younion Hauptgruppe II nach einem Termin für diese Traditionsveranstaltung suchte, merkte bereits das Fehlen diesbezüglicher Daten. Seit Anfang November ist es nun allgemein traurige Gewissheit:

2017 wird es keinen Gesundheits- und Krankenpflegeball im Wiener Rathaus geben – die ernste Situation im KAV erfordert unsere volle Aufmerksamkeit.

Eine Entscheidung, die dem Organisationsteam sowie dem geistigen Vater der Tanzveranstaltung Roul Maszar alles andere als leicht gefallen ist. „Wer mich kennt, weiß, wie sehr mir dieser Ball am Herzen liegt. Einerseits weil diese Veranstaltung einer der wenigen Momente ist, bei der an die 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wiener Krankenanstaltenverbundes sich und das Leben feiern, andererseits weil wir ein karitativer Ball sind und unsere Einnahmen spenden. Jahr für Jahr konnten wir so die Stiftung Kindertraum unterstützen, daher erfüllt mich der Gedanke, dass 2017 einige zentrale Wünsche von Kindern unerfüllt bleiben sollen, mit Wehmut“, so Maszar.

Für die Pause gibt es gute Gründe, die das Organisationsteam auch offen kommuniziert. „Wir haben mit unseren Partnern gesprochen und alle haben größtes Verständnis gezeigt. In Zeiten, in denen über eine Ausgliederung des KAV offen nachgedacht wird und wir zentrale Informationen aus den Medien erfahren, müssen wir innerhalb der Interessenvertretung alle Kräfte und Ressourcen bündeln. Es gibt für uns aktuell nur ein Ziel: Sicherheit über die Zukunft der 30.000 Beschäftigten im Wiener KAV zu gewinnen. Die Planung und Organisation einer derart großen Veranstaltung, wie sie der Gesundheits- und Krankenpflegeball darstellt, benötigt Zeit und Achtsamkeit. Wir müssen uns aber verständlicherweise voll und ganz auf die derzeitige Situation im KAV fokussieren. Zudem befinden wir uns in den Verhandlungen für das Team Gesundheit, auch hier zählen jede Frau und jeder Mann.

“Dass ein Pausieren für den Ball das Aus bedeuten könnte, verneint der stellvertretende Vorsitzende Maszar: „Als Pflegepersonen wurden wir dafür ausgebildet, Probleme zu erkennen, Prioritäten zu setzen und geeignete Lösungen anzubieten. In diesem Augenblick braucht es geschlossene Reihen in einem starken Team Gesundheit. Das ändert jedoch nichts daran, dass mir und den vielen Helferinnen und Helfern aus den Dienststellen der Krankenpflegeball am Herzen liegt. Wenn wir die aktuellen Hürden bewältigt haben, darf auch wieder völlig ungezwungen bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert werden.“